Eisenbahnbrücke

Salzige Luft dringt in die Nase, fern des
Meeres Rauschen. Amoklaufendes Hirn nach
Mitternacht. Schafe weiden auf dem Dach.
Hinwegfliegen über Schiffe des Rheines.

Erhaben schwer liegt die Eisenbahnbrücke.
Der Dom zu Köln streift ihren kräftigen Fuß,
aufgerissen der Bauch. Ganz still liegt der Fluss,
Schiffe fahren In den Hafen auf Lücke.

Die Spitzen des Kirchenhauses grüßen von
weit die Reisenden. Apfelbäume bilden
ein Spalier. Du träumst viel von Nächten, milden.

Sehr bitter schmeckt dir der frische Estragon.
Längst weitergefahren ist der graue Zug,
Schwalben sind aufgestiegen zum weiten Flug.

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