träumerei

gesang durchdringend, ewiglich wehrte 

nicht, als schliefe die seele doch, die 

parzen, ach, die parzen, kommen sie? 

und wollt genießen doch und wollt, 

hinab fährt die nacht geschwinde, legt 

sich schwer der nebel auf die stürmende flut

mauersegler

unermüdlich drehen die mauersegler ihre 

kreise, als wäre nur in der luft möglich das 

leben, ohne halt, noch nicht gegangen der 

sommer, im flug gefangen das fressen, voll 

neid blickst du, als wolltest du die flügel 

schwingen dich auf in die lüfte, frei der anziehung 

der erde, hier ein verwegener sturzflug, von unten 

grüßen dich die sonnenblumen, elegant über 

die häuserdächer der sonne entgegen

langstreckenflüge ohne bonus-meile, nicht 

einmal ein bett würdest du mehr brauchen

monatelang in der luft verweilend, der himmel

als ruhekissen in der nacht, fern der erde