Autor: orangeblau

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Aiolia

Heim wollte Odysseus natürlich zügig,
doch lau die Winde über dem stillen Meer
traurig die Segel an dem Mast hingen schwer
doch waren von starken Lüften abhängig.

Nach Wochen erreichten sie Aiolia,
schroff, Stein auf Stein, kein grüner Baum fand hier Platz.
Der Gott der Winde war gastfreundlich, sein Schatz
betrieb am Meer eine Cafeteria.

Vier Wochen lang blieben die Recken zu Gast,
es fehlte nichts, das Essen mundete fein.
Die ganze Insel hatten im Augenschein.

Aiolia beschenkte Odysseus reich,
viele Winde gab er ihnen auf den Weg,
der Gott begleitete sie bis an den Steg.

Sirenen

Lag nicht gerne im Schatten, kleine Insel.
Meerumtoste, gern sahen den Delphinen
zu und nachts den vollen Mond wir besingen.
Laut der Gesang drang in den letzten Winkel.

Thunfisch und Oktopus aßen am Mittag
wir, nach dem Sonnenaufgang heller Gesang,
täglich übten die Stimme viel´ stundenlang,
manch Schiffer den Klang der Stimmen nicht mag.

Angst kroch dem Odysseus tief in die Glieder.
Ließ fesseln sich, Feigling, an den hohen Mast.
Zu Tränen rührt unsere Stimmen in fast.

Sturm brauste auf bis in die tiefsten Wälder,
oft Männer auf unsere Insel kamen,
doch ihn wir leider nicht vom Nahen sahen.

Kirke

Schön standen die Eichen in der großen Hitze
Viele Schweine freuen sich über Eicheln,
reichlich liegen sie, bereit für das Sammeln.
Fröhlich spielen Wölfe, kreisen Kiebitze

über den Baumkronen, fleißig webst du Stoff.
Auf dem Herd steht das Essen, köstlich und frisch,
alle Mühe sich gegeben, später Fisch.
Odysseus wird länger bleiben, trotz Zoff.

Verstanden hast du dich immer auf Kräuter.
Gastlich die Insel eingerichtet, Häuser
laden zum Verweilen ein, Wind wird leiser.

Schicksal des Gehens, keine Trauer, öfter
kommt das Glück zu dir, nicht immer nur Helden.
Fette Schweine isst im Sommer nur selten.