
Clementinen gegen das Grau


abgebrochenes glück, regen peitscht
ins gesicht. feedback nicht
vorgesehen, schon nervös werden
die rosen an der hauswand, auf
beutejagd macht sich die elster
herzsprünge vor der großen
fensterscheibe, unsere nasen
stupsen sich, in die luft geschleudert
das wasser vom herannahenden auto
das linke ohr hört eine ode, spätes
frühstück im café, schnee liegt nicht
in der luft, nur puderzucker auf
deinen lippen, der krapfen hinerlässt
spuren


der mond hatte die augen nach mitternacht
geöffnet, fahrräder standen am wegesrand
wir flogen durch den winternebel, der canon
von pachelbel drang aus dem küchenfenster
unter uns lagen die dächer der vorstadt, immer
kleiner der kirchturm, von fern
das rauschen des flusses, wir drehten glücklich
ein paar runden, wieder in der küche, tranken
wir heiße milch mit honig, wir wunderten uns
über den schnee auf dem boden

badewannen ohne fett, nicht
herab, kommt der schwebene
engel, großmutters kohlenkasten
längst auf dem wertstoffhof
anfliegen gegen die winterkälte
der storch, wie champagner kitzeln
deine küsse, filz an den füßen, nicht
gekehrt mehr die straße am samstag
das reinigungspersonal des museums
hat heute frei

den wolf nicht davon
gejagt, heldengeschichte
werden später geschrieben,
kalte herzen längst herausgerissen,
zigaretten nicht aufgeraucht, kalte
händen kämpfen gegen den eisigen
nebel, im fluss weinen die steine
ihre lieder. lichtmess nicht
mehr weit
