
Morgenacker


Der Walfisch hatte ihn schon lange ausgespuckt
auf der Flut vor Ninive den Zorn hervorgerufen
starrköpfig gewesen, die Plagen kamen später
wieder, als hätte er es geahnt, die Olivenzeige
umsonst geschwenkt, das Alter schützt vor Gefahren
nicht, die Sintflut kam allenthalben, Istar schaut schon
lange nicht mehr auf ihre Stadt, Dohlen und Eulen fliegen
über sie, wo sind die Tröster hin?
Ob Feuerwehrwagen oder ein stolzes
Pferd, oder dann und wann ein weißer
Elefant. Die Kinder rannten geschwind auf
das Karussell, die Zuckerwatte wehte hinterher.
Die Jungs, die Mädchen, kein Halten mehr,
drehte sich im Kreis ein um das andere mal, bunte
Sterne über ihnen, die Schule weit, die Ferien
schienen ewig, aus den Lautsprechern ertönte
schrille Musik. Und dann und wann ein weißer Elefant.





Die Winter waren voller Nebel und Schnee. Kalt der Fluss. Manchmal ging Andrzej auch im Winter zum Fischen. Mochte die Ruhe. Die Natur. Arbeitete im Muzeum Powstania Warszawskiego. Im gefiel die Arbeit. Das Museum war ihm wichtig. Der Aufstand erfüllte ihn mit Stolz. Auch wenn der Warschauer Aufstand gescheitert war. Sie hatten sich gewehrt. Gegen Hitler. Gegen die Nazis. Zu wenig Hilfe hatte es gegeben. Zwei Monate hatte die polnische Armee und die Bevölkerung gegen Wehrmacht und SS gekämpft. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Warszawa zerstört. An der Bevölkerung ein Massaker verrichtet. Doch die Polen waren stolz auf diesen Aufstand. Andrzej lebte in der Altstadt. Sie war ihm wichtig. Sie war komplett zerstört worden. Und ist wieder aufgebaut worden. Sie lebte wieder. Auch wenn sie nicht so schön wie vorher war. Er lebte dort. Und Warszawa lebte wieder. Darauf war er stolz. Und arbeitete gern im Museum. Im Winter ging er gerne zum Fischen. Die Kälte konnte ihm nichts anhaben. Damals war sein Großvater gefallen.
