das rad der zeit umgeworfen,verloren in der
unwirklichkeit der städte, entlanggelaufen den
heißen teerwüsten, den nachtfrost des sommers
erlegen, die schachfiguren liegen unberührt
am fluss shakespeares sonette abgekürzt
verloren in der wüste
das rad der zeit umgeworfen,verloren in der
unwirklichkeit der städte, entlanggelaufen den
heißen teerwüsten, den nachtfrost des sommers
erlegen, die schachfiguren liegen unberührt
am fluss shakespeares sonette abgekürzt
verloren in der wüste
Sommergeräusch. In der lauen Sommernacht.
Leise. Manchmal näher kommend. Wenn die
Hand sich bewegt, meist schon zu spät. Im Ohr.
Viel Rauch um nix. Nur eine Mücke. Sticht. Laune
Sommernacht. Über der Wiese. Auf der Terrasse. Der
Weißwein wird schon warm. Die Wespen lassen noch
auf sich warten. Der Nachbar grillt. Es juckt. Noch
ein Stich. Nur ein kleines Tier. Flügel. Dünne Beine.
Dich krieg ich noch. Blut spritzt. Mücke tot.
Gelauscht dem Mond, den Sternen
leise sangen sie ihre Lieder, der Wind
von Fern gab den Rhythmus, die Bäume
raschelten im Takt. Die Vögel längst schon
schliefen, nur das Wasser rauschte leis, müde
schien der Fluss, der Mond strahlte bei seinem
Gesang, ich träumte, ich sei Schubert und
komponierte am Klavier eine Melodei, für Mond
und die Sterne, mögen sängen in der Nacht, der
lauen, der schönen, der warmen, von der Liebe
sie sangen und von Leid.
Das Basteln an Autos hatte Paul immer gern gemocht. Beruhigte seine Nerven. In der Schule war er nicht so gerne gesessen. Und doch ein Schuljahr wiederholt. Der Sinn von Hausaufgaben und Lernen hatte sich für ihn nie erschlossen. Lieber Zündkerzen wechseln, Vergaser einstellen, Bremsbeläge wechseln. Blaumann und Arbeitsschuhe waren kein Problem für ihn. Obwohl Blaumänner aus der Mode gekommen waren. Physik und Chemie hatten ihn in der Schule fasziniert. Zumindest, wenn es Versuche gab. Sein Chemielehrer hatte große Stücke auf ihn gehalten. Hatte schon früh angefangen, Experimente zu machen. Die ersten eigenen Silvesterraketen hergestellt. Und Böller. Die Mutter musste davon nix wissen. Die hätte sich nur Sorgen gemacht. In der Garage beim Freund waren sie ungestört gewesen. Hinterhof. Nur eine Katze schaute zu.
Zwischen Braus und Saus den Kopf
verrückt, Brenner gesperrt, das Olivenöl
kratzt noch länger im Hals, Sterne
wandern langsam, Zitronenberge liegen
zwischen den Meeren, hoffnungslosen
Schwimmversuche nach Mitternacht,
das Eis des Winters überflutet längst die
Zypressen, Schlafzimmerfenster bleiben
verschlossen, Eulenrufen verhallt
Nebel hoch, die Sonne schweigt, sein Sancha
schlau, Windmühlen nicht haltend für Riesen
nicht, Verstand haben, Verstand. Was ist Wirklichkeit?
Was Simulation? Als ritt Don Quijote, mit der ganzen
Rüstung ritt, der Helm, der verbeulte auf dem Kopf
auf Rosinante, den Windmühlen entgegen ritt
30 oder 40 gar, Windmühlen sah, Riesen gleich schienen
sie ihm, zum Kampfe bereit, die Mühlen. Doch Pancha
der schlaue, klar im Verstand, nicht sehend die Riesen
nur Windmühlen da, nur Windmühlen. Fern der Fantasie
fern von fabulierender Abenteuerlust, geziehen der Angst
und Furcht. Angriff Don Quijote den ersten Riesen, kämpfend
gegen die Flügel, seine Lanze stoßend hinein in die Flügel
hinein und der Wind sein Amt vollendete und Antrieb die Flügel
Die Nummer hatten sie ausgetauscht. Nüchtern ging Paul heim. Er zögerte. War unruhig. Nicht wegen Manni. Manni war ihm egal. Noch zumindest. Seine Geschichte war nicht seine Geschichte. er hatte einen Plan. Die Umsetzung würde bald kommen. Hatte alles, was er brauchte, längst zusammen. Musste nur noch in sich hineinhorchen. Der richtige Zeitpunkte war seine Entscheidung. Ein Schmetterling. Ein Wimpernschlag. Etwas würde die Entscheidung bringen. Er musste nur noch sein Labor aufbauen. Sein Leben wartete im Keller. Er musste was großes vollbringen. Das Ja oder Nein war nicht die Frage. Es würde in Neuhausen sein. Er hasste Neuhausen. Hass war für ihn wichtig. Er hasste viele Dinge. Paul hatte eine Ausbildung als Automechaniker gemacht, aber in seinem Beruf arbeitete er nur noch gelegentlich. In dem großen Konzern hatte er es nicht lange ausgehalten. Zu viele falsche Personen war dort gewesen. Zu monoton die Tätigkeit an der Fertigungsinsel. Die Roboter machten eh das meiste. Dann lieber rumschrauben. Basteln an alten Autos fand er spannend. Doch selber hatte er kein Auto. Meistens zumindest nicht. Manchmal meldete er eins an. Für ein paar Wochen. Wenn er gerade ein paar Euro übrig hatte, kaufte er sich ein altes. Bevor es nach Russland ging. Oder Rumänien. Oder Afrika.
Manchmal ist das Leben leer. Der Wassertropfen in der Welt verliert sich in der unendlichen Weite des Ozeans.
Wenn die Sehnsucht nicht wäre
wie sollte sollte entstehen ein Gedicht
wenn die Sehnsucht nicht wäre, gemalt
werden können ein Bild, wenn die Sehnsucht
nicht wäre
wenn die Sehnsucht nicht wäre
wie sollte gelingen ein Lied zu singen
wenn die Sehnsucht nicht wäre, zu spielen
auf dem Klavier, wenn die Sehnsucht
nicht wäre
wenn die Sehnsucht nicht wäre
wie sollte das Leben gelebt werden
wenn die Sehnsucht nicht wäre
Manni hatte schon das eine oder andere Glas Bier getrunken. Bier konnte Manni sich noch leisten. War ein wenig heruntergekommen. Hatte früher für den Flughafen gearbeitet. Fluglotse. Den Stress aber nicht mehr ausgehalten. Hatte angefangen zu trinken. Zuerst fand das seine Frau lustig. Später nicht mehr. Irgendwann hatten es die Kollegen gemerkt. Da fingen die Probleme an. Dienstarzt usw. War jetzt länger krankgeschrieben. Eine Therapie wollte er nicht machen. Wozu auch. Paul hörte sich die Geschichte an und sagte wenig. Manni wollte auch nur einen Zuhörer. Hatte die Geschichte wohl schon öfters erlebt. Wie groß die Flugzeuge, wie groß die Verantwortung. Paul lebte alleine, doch den Manni wollte er nicht in seine Wohnung lassen. Wo Manni schlafen wollte, wusste Paul nicht, wollte er auch nicht wissen.
Als ritt, vom Orte, vom Orte der nicht genannt
in der Mancha, der nicht genannt sein will, der
Gaul war mager, der Junker, der verschlang, die
Bücher mit den Rittern, Ritterromane verschlang
gab dafür gar das Land und verschlang
Ritterromane verschlang.