Nebel umhüllt die Welt, als
würd noch schlafen sie
Blätter rascheln
Wolken auf der
Straße liegen, von fern
die Lichter dringen durch
den Dunst, Häuser
baut jetzt keiner mehr
im Park die Bänke
bleiben leer in der Nacht
Nebel umhüllt die Welt, als
würd noch schlafen sie
Blätter rascheln
Wolken auf der
Straße liegen, von fern
die Lichter dringen durch
den Dunst, Häuser
baut jetzt keiner mehr
im Park die Bänke
bleiben leer in der Nacht
Aischylos war dabei, als verlor Xerxes, der König der Perser, seine Schlacht. Bei Salamis gingen unter sie, die Perser gegen die verhassten Griechen. Jahre später schrieb Aischylos, der auf Seite der Sieger gekämpft hatte, „Die Perser“, die älteste überlieferte Tragödie der Welt.
Das Heer der Perser war riesig, die Kriegsflotte füllte das Meer, voller Glück schaute Xerxes bei der Überquerung des Hellespont auf seine tapferen Soldaten, voller Siegeszuversicht.
Ach Xerxes schrie
verloren war
heraus und aus der Stadt
klagevoll um Persien
schrie, zum Grund des
Meeres fuhren hin
Soldaten verloren die Schlacht
die Tränen laufen vom
Gesicht den Untergang
beweinend und klagend
Wer weint nun, wer und
schreit und klagt um Syrien
nun statt Xerxes?
Die Genuocsamkeit veraltet zwar
in Mode doch auch wiederum,
verzichtet gern auf das und dies
die Zufriedenheit scheint eher erreichbar
verzichtet er doch auf
und dies und das
doch die Welt unersättlich
im Überfluss des hier und da
nicht einstellen will sich das Glück
insolvent längst der Konsum
zu Tode gekauft der Konsument
Die Hoffnung scheint
vor Glückes Freude
zu springen hier und da
zuletzt und allerletzt
unruhig zappeln
nun aber bleibe
Glaube, Hoffnung, Liebe
der Zukunft gedenkend
voller Zuversicht
hier und da zu hüpfen
hoff und sei unverzagt
fahren soll Schmerz und
Kummer fern
nicht lernen wollen das Fürchten
wir, das Hoffen zu lernen schon
Bloch uns riet
So einfach und schlicht, als wäre sie eine reale Kerze, malte Richter die Kerze. Eine Kerze als Kerze. Ein Gemälde, als wäre es eine Fotografie. Als könnte der Betrachter sie jeden Moment ausblasen, ihren Rauch riechen, ihr Feuer spüren. Doch dies ist nur scheinbar. Simulation. Ein Trugbild.
Die Beiläufigkeiten des Herbstes
zwischen Aleppo und Ninive
fällt der Nebel in der Frühe
Schlachten über Schlachten
2,5 Mio Menschen lebten
vor dem Bürgerkrieg in Aleppo,
in Mossul 2,9 Mio.
Schutt und Asche
als hätte Gott gezürnt
zwischen dem warmen
Herbstregen, der Kamin
wärmt den Rücken
Schlachten über Schlachten
Menschenschlachten
Schutt und Asche
zwischen Erntedank
und Allerseelen
An Land geschwemmt, am
Strand, die Flüchtlinge
entledigten sich die
orangefabenen Rettungswesten
seerosengleich sie schwimmen
auf dem See, bilden einen Buchstaben
umgarnt mit ihnen Säulen, die Westen
getragen wurden von Flüchtlingen
im Meer, Erinnerungen von Ai Wei Wei
die Verzweiflung der Überlebenden
der Verlust der Heimat
gemahnend in Orange
Wenn am Ende des Romans der Leser die Helden des Romans aus den Augen verloren hat, muss dies kein Fehler des Lesers sein. Möglicherweise hat der Autor ja nichts anders im Schilde geführt, als die Figuren so mir nix dir nix verschwinden zu lassen. Mag darüber betrübt sein der Leser, sollte sich der Leser den Abschiedsschmerz nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Wird doch der Autor im nächsten Roman sicher wieder neue Helden entwerfen. So lästig sie ihm erscheinen mögen, um so weniger kann er darauf verzichten. Ein Roman ohne handelnde Person erscheint in der Regeln nicht nur dem Leser eine Zumutung.
Die Antwort vergessen, verloren
verblasen vom Wind
blowin‘ in the wind, so sang
Dylan schon
und doch werden geführt
die Kriege und die Fragen
werden nicht
blowin‘ in the wind
die Straßen, die Meere
der Traurigkeit
the answer, wir wollen
sie wohl nicht wissen