Schlagwort: Ofenbank

nachtgesang

das dunkle der nacht, der

sohn des kronos bringt dem

achilleus das leierspiel bei

das wild des waldes durchzieht

die finsternis, der augustdonner

 lässt verkriechen die menschen

hinter der ofenbank,  das mondlicht

schimmert fahl, in seinem glanz

tanzen die totengräber, du erzählst

von liebesleid? die wollust verflogen

das geklimmpere auf dem klavier

verstummt, hölderlins glück

zum teufel gejagt, deine küsse

geben keinen halt, der wind pfeift

durch die blätter

Am tiefsten die Nacht

Am tiefsten die Nacht

nicht enden wollend

schon früh gehen Has und

Igel zur Ruh, die Sonn´

 

wendet sich, welch vermessen

nimmt sie doch nicht ihren

Lauf, die Lichter brennen

überall gegen das Dunkle

 

an, auf der Ofenbank

gewärmt die neuesten Wörter

zwischen dem knisternden

Holz und der heißen Glut, die

 

schweren Schuh des Wanderers

zum Wärmen, das gesammelte

Schweigen wäre Gold wert

Heinrich Böll kam nur bis Sparta

 

der Engel schweigt