Natürlich könnte ich mir
eine Hermes Baby kaufen
oder ersteigern, ein Blatt
Papier einspannen und schreiben.
Fühlen könnt mich dabei
wie Borroughs, zu Bernhard
werden oder Paul Auster
spann ich das Blatt gerade ein
oder doch ein wenig schief
vielleicht doch lieber ein Papier,
welches schon ein klein wenig
beschrieben ist, meine Finger
freuen sich ob der Arbeit
die auf sie zukommt
als wäre es ein Klavier
drücken die Finger die Tasten
jeder Fehler wird bestraft
mit einem falschen Buchstaben.
Doch leer das Blatt noch
die Idee, sie fehlt.
Dann doch lieber
eine Olivetti kaufen?
Doch die Entscheidung
ob ich lieber über das Weizenfeld
den Straßenbahnfahrer
oder über den blauen
Himmel schreibe, nimmt
mir keine Schreibmaschine
ab
Mich haben elegante oder anderweitig „besondere“ Schreibhilfen stets abgeschreckt. Weil – eben: ich wollte nicht an Auster und Kolleg/innen erinnert werden, wenn ich nach Ideen suche. Und dann kommt auch noch dazu, dass mich festgetippte Fehler immer (und immer noch) aufregen. Ich kann es einfach nicht lassen. Deshalb ist der anonyme Rechner für mich die richtige Entwicklung im richtigen Moment gewesen. Wahrscheinlich hätte ich heute einen anderen Beruf, gäbe es nicht diese wunderbare Delete-Taste samt blendend weißem Bildschirm.
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Ich fänd eine alte Schreibmaschine schon „hübsch“, doch die Realität ist die, dass ich schon lange nicht mehr auf einer geschrieben habe. Man könnte leicht eine ersteigern, aber die Schreibproduktivität würde dadurch sicher nicht höher werden… Ob das weiße Blatt oder der „weiße“ Bildschirm besser ist, weiß ich aber auch nicht….
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