Zwischen den falschen

Zwischen den falschen und den richtigen
Existenzen, ein wahres Leben im
Falschen, ein verlorenes Leben im
Richtigen, zwischen den Buchstaben,

den Wörtern, die abgeschliffen, gesägt,
zusammengefügt, gepresst, geleimt
gehören, zwischen der Arbeit, die
das Geld in die Brieftasche bringt

und den Gedanken, die davonfliegen,
kaum ist im Büro das Fenster geöffnet,
schreibt der Autor, fern der Großfürstendichter,
fern der Villa, auf seiner Schreibmaschine,

in der Nacht, in der Früh, zwischen dem Tagwerk
und dem täglich Brot, fräst, bohrt, schmiedet
am Wort, am Satz, faltet und entfaltet,
am Abendhimmel die Sterne leuchten ihm.

8 Gedanken zu “Zwischen den falschen

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