Verstaubt das Klavier steht, auch die Staffelei müsste mal wieder, doch lieber sitzt ich im Ohrensessel, die Finger sind nicht mehr so flink, malen, was soll ich schon noch malen, nicht einmal die Wörter fallen mir aus der Hand, der Regen peitscht die Blätter von den Bäumen, verwelkt stehen die Rabatten, die Astern färben noch himmelblau, die Eichhörnchen haben ihre Nüsse längst im Trockenen, gelesen hab ich noch in der Früh, doch am Abend müde die Augen, auf der Straße liegt der Blätterwald, wird bald Frost kommen. Vielleicht sollt ich doch noch einmal Bach spielen, oder Chopin, die Noten liegen noch irgendwo herum, am Abend, wenn der Staub nicht wäre, möglicherweise werden die anderen verrückt, wenn sie allein sind, ich hab mein Klavier.
Beautiful prose!
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Als hättest du mir zugeschaut gestern, wie ich die ersten Töne abbrach, um erst mal den Staub vom Klavier zu wischen.
Herbst und Winter sind Klavierzeiten.
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ich spiel ja Cello…, aber Klavier lässt sich gut beschreiben:) viel Spaß beim Spielen
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Beim Cello-Üben hat mich unsere Katze immer in die Wade gebissen – da hab ich’s gelassen.
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echt? dumme Katze… ich mag´s…:)
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