
Herbst am Lech



zieht abend übers land, zieht
abend, legt nebel sich auf die
berg, legt, schwer werden
die felder, zieht abend
übers land, drückt weg die
sonne weg sich vom horizont
einsamkeit durchfährt die glieder
des geliebten, ermattet
wartend im kummer liegt er, zieht
abend übers land, ach nachtigall
ach nachtigall, zieht abend übers
land


der vorschlaghammer sorgte für
klarheit, aufgehoben wurde nichts
alles raus, klar schiff machen, für
sentimentalitäten keinen platz, der
katalog zeigte die neue wohnidylle
zwischen den grauen wänden, bunte
tapeten längst entfernt, fotos irgendwo
zwischen den kisten verstreut, die
beerdigung war gestern
makellose titanenkämpfe, gelbe und
rote schreibversuche
schwungübungen, zurückversetzt in
die kindheit, einfache kreisungen
gelingen, verlieren, wer wüsste schon
die punischen krieg stehen schon lange
im geschichtsbuch, schier betrunken kugelt
der satyr über den boden, futterneid kommt
nicht gut an, kopfschmerz geplagt, der
rausch wohl größer gewesen
fröhlich hüpfen wir davon, davon


die welt kein tor, verloren, nackte
füße im schnee, geschrei der krähen
im ohr, auf der suche nach eisblumen
hast du dir die nase plattgedrückt
straßenbahnen kreischen vor kälte
abgeschlagene tannen warten, die
scherze des april standen in der ecke
rot deine nasenspitze