Endlich da und in jeder Buchhandlung bestellbar. Große Freude.

Endlich da und in jeder Buchhandlung bestellbar. Große Freude.


der hölzerne steg führte
weit aufs wasser, die möwen
schrien ein lied uns ins ohr
ungeduldig.
segelboote lagen am ufer in
wartestellung, noch wagten
sich wenige hinaus, badende
ungeduldig.
übten noch in der halle für den
kühlen sprung, sonnenmilchverkäufer
hatten ihre regale gefüllt.
ungeduldig.
der fischer räucherte seine renken, die zart
belaubten bäume spenden schatten
ungeduldig warten wir auf den sommer.
ungeduldig.
Die Banalitäten füllen Mülleimer, der
Frühling ist nichts für Angsthasen. Rollerfahrer
knattern gegen den Vogelgesang, die
Rollatorfahrer haben einen Gang zugelegt.
Der Junge bläst mit seinem
Saxofon den Nachbar den Marsch, entstaubte
Gießkannen tragen Wasser. Radfahrer
haben die Müdigkeit nur noch nicht entdeckt.
Das Cabrio hängt längst am Brenner fest.
Akkurat verrichtet der warmgelaufene
Rasenmäher seinen Dienst, die frisch Verliebten
küssen sich vor der Gelateria.

in der kirschblütenzeit
vergnügt die kinder
schaukeln und rutschen
in der kirschblütenzeit
vergnügt die kinder
werfen den ball
schreien aus vollem hals
in der kirschblütenzeit
vergnügt die kinder
rufen den sommer
reif werden sollen die kirschen
die roten früchte vom baume holen
in der kirschblütenzeit
vergnügt die kinder

auf dem rad. auf dem rad fliegt die
landschaft dahin. der fluss schiebt steine
vor sich her. dort und hier ein specht.
bei der arbeit. bei der arbeit sind die
sperlinge. das kalte wasser lädt nicht ein.
flussaufwärts fester in die pedalen.
eingezwängt. eingezwängt in ein künstliches
bett bleibt dem fluss keine luft. gerne würde
schleifen er drehen.
ab und an. ab und an springt eine bachforelle
dem angler davon. der giersch spannt
seine wurzeln aus.
endet die fahrt. endet die fahrt, die vögel
sind noch nicht müde. das wasser fließt
hinab. fließt.

