Schlagwort: U-Bahn

München, Hauptbahnhof

Ankommen, fortfahren. Jeden Morgen. Aus Rosenheim. Aus Augsburg. Der Zug spuckt die Arbeiter aus. Laufen zügig zur U-Bahn, springen in die S-Bahn. Der eine nimmt noch schnell einen Kaffee. To go. Zeitungen werden weggeworfen. Schnell noch eine Mail gescheckt. Bei der Auskunft stehen ein paar Italiener und warten auf die Weiterreise. Der TGV kommt gleich und bringt die Reisenden in eine andere Welt. Polizisten kontrollieren ständig Passanten. Der ICE nach Berlin hat ein wenig Verspätung. Nach Rom? Wo soll ich hin? Zur Arbeit? Budapest? Wo war ich noch nicht und wollt hin? Vielleicht doch noch einmal nach Rom. Ist so schön die Stadt. Ich nehme auch einen Kaffee, dann kauf ich das Ticket.

In der U-Bahn

Abendgedränge. Längst sind die Sitzplätze besetzt. Die Studenten müde der Professoren. Noch schnell muss die Mutter mit ihren Kindern vom Hort zum Einkaufen. Nächster Halt Odeonsplatz. Die Stehplätze werden knapp, Geschiebe, Körper an Körper. Wer kein Handy in der Hand hat, muss Rentner sein. Oder Kind. Hier und da, fast verloren, Menschen, die miteinander reden. Verschiedene Sprachen dringen ans Ohr. Porschefahrer nicht anwesend. Marienplatz. Die U-Bahn spuckt die Fahrgäste aus. Schnell zur S-Bahn. Rauf in die Fußgängerzone. Noch schnell etwas erledigen. In dem Bauch der Stadt ein Gewimmel. Vorbei geht ein Passant, zieht in einem Holzwagen ein Gans hinter sich her. Als hätte er sich verirrt. Doch dies ist nur scheinbar.