113 Quadratmeter groß, das Fenster im Kölner Dom, viel Arbeit für einen Fensterputzer, 11263 kleine Farbquadrate bilden dieses Fenster, viel Arbeit für einen Fensterputzer, 9,6 x 9,6 cm, viel Arbeit, auch für den Glaser, 72 Farben, angeordnet per Zufall. Keine Heiligen drauf, kein Gekreuzigter, keine Mutter Gottes, kein Papst, kein König, Farben nur, Farben. Ein griff Richter doch hier und da, da und hier, wo der Zufall nicht passend war. Nicht gefiel es dem Kardinal, das Fenster, das Fenster ohne Heilige, ohne Jesus. Doch erahnen kann man, erahnen, durch das Licht, die Schönheit der Welt und danken.
Gerhard Richter Kölner Dom Fenster, 2007
schön
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Endlich mal ein vernünftiges Ort-der-Stille-Fenster! 🙂
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Wenn ich meine Eltern im Rheinland besuche, komme ich meist als erstes mit meinem Rollköfferchen vom Hauptbahnhof in den Dom, um mich ein paar Minuten zu besinnen. Mittlerweile fast nur noch mit Blick auf das Fenster. Es ist wirklich ein toller Zugewinn.
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du hast es gut…
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Wenn Kunst und Glaube diese Liaison ist / freut sich das Auge über dieses Licht / eine herrliche Arbeit.
Feiner Edit.
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Richter kann, keine Frage, er kann.
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Ja
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