Als Sturm aufkam, als Sturm

Als Sturm aufkam, als Sturm, die Nordsee überströmte, die Wellen sich auftürmten, die Wellen immer höher, die Schiffe sich abmühten, die Wellen rauf und runter, abmühten heim zu kommen, den Hafen zu erreichen, da hörte Heine zart, als wärs von Nah, als wärs von Fern, die Harfenlaute tönen, als Sturm aufkam, der Wind, der Wind pfiff laut und lauter, die Wellen prallen hart, doch Heine hört die Harfe, von Ferne kommen die Töne, getragen übers Meer und hört den wilden, süßen, den himmlischen Gesang der Schönen.

 

Heinrich Heine, Sturm

18 Antworten auf „Als Sturm aufkam, als Sturm“

      1. Das schöne daran ist das ich jetzt Heine lese und vor lauter Teufel und Venus das Meer aber nicht sehe / gehört wohl dazu / alles zusammen geht fast nie.

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      1. Ist ja auch bisschen die Frage, welchen Zugang man lieber mag.
        Ich bin ein absoluter Leser, aber manchmal, da genieße ich es, die Augen zu schließen und zu hören, wenn mir jemand von Liebe und Leid und Seefahrt erzählt … oder oder oder.

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      2. Ja, der kann ziemlich eigen sein. Mir ist dies lieber als das klassische deutsche Volkslied. Und klar, sehr norddeutsch, mag auch nicht jeder.

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