Lärm hallt über dem Potsdamer Platz, als würd der Mensch, das Tier, der ganze Löwenkäfig brüllen, die Neuerungen der Zeit, aus schwerem Eisen, die Autos, die Straßenbahnen, rasen lärmend vorüber. Ameisen gleich rennen die Pasanten über den Platz, flink, fleißig, behend, die Hüte auf dem Kopf, wuselnd, geschwind, entlang den hohen Häuserschluchten, entlang, Ameisen gleich, ein großer Haufen, ein Gewimmel in der Stadt, wo scheint die Sonne, wo das Licht, Pflicht entgegen, wer sitzt nur im Café, wer sitzt nur fern der Menge, das Quitschen der Straßenbahnen in den eisernen Schienen, der Hut sitzt den Leuten fest auf dem Kopf, wo das Gesunde, wo das Kranke in der großen Stadt, Regen platzt und wischt hinweg all das Dunkle, Schmutzige, des Tages Müll der Stadt.
haufen lärm hallt halt. lästig. (schönes regenplatzprasseln auf den potsdamer platz.)
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Lärm lärmt und hallt…
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Das ist ein Stadtbild für alle Sinne, das mir den Potsdamer Platz in sehr konkrete Erinnerung bringt.
Mir gefällt, dass du dein Stilmittel der Wiederholung hier ein wenig zurücknimmst. Es schien mir allmählich ausgereizt, ich fühlte mich seiner langsam überdrüssig. Bei allem Reiz des Werkzeugs mag ich allmählich gerne sehen, was du sonst noch drauf hast. Ich vermute, da gibt es noch mehr.
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Wer weiss schon, was kommt und die Wiederholung kommt und geht. Ich sehe, du bist anspruchsvoll.:)
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Hoffentlich nicht erst jetzt an meinem Genörgel.
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das Anspruchsvolle? die Wiederholung? Mir ist angenehm Kritik immer recht und über Texte kann man gut „streiten“, besser als nur Likes…
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Kritik in der Sache interessiert mich ebenfalls weitaus mehr, obwohl bei knapper Zeit auch Likes gerne und erfreut wahrgenommen werden. Es ist doch aufwändig, sich um fundierte Rückmeldung zu bemühen bei mehreren Blogs.
Dass dir die Wiederholungen erst anlässlich meines Kommentars aufgefallen sein sollen, beschenkte mich mit schallendem Gelächter. Danke dafür, bin immer noch nicht wieder ganz bei Atem.
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die Wiederholungen werden natürlich eingesetzt, geben den Beat, machen den Sound. Nicht alles ist hier zu Ende gedacht, Überarbeitungen fehlen in der Regel. Aber so muss ich keine neuen Wörter suchen, nehme die alten und hin und wieder entstehen Differenzen
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Das ist auch sehr reizvoll und wirkt meist intensiv, entwickelt Sog.
Aber in der Ausschließlichkeit kann es bei Lesern zu Übersättigung führen. Letztlich ist es eine Frage deines Stils, die du allein entscheidest. Interessant fände ich natürlich, wie deine zahlreichen anderen Leser das empfinden, auch wenn Literatur ja kein Wunschkonzert für die Leserinnen sein soll und kann.
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der Schreiber will natürlich wissen, was der Leser denkt, verfolgt aber seine Ideen. Die Gefahr des Zuviels ist sicher da und von daher ein Weniger sicher nicht schlecht. Wenn man mehrere Texte liest, sind sie sicher oft recht ähnlich, aber erstmal ist dies hier ja auch nur ein Blog oder so was ähnliches und kein herausgegebenes Buch mit Prosa oder Lyrik. Dafür sind sie zu schnell geschrieben und nicht genug abgewogen…
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Das macht ja auch den Reiz dieser Form der Veröffentlichungsweise aus: die Entwicklung des Schreibens wird fast in realer Zeit sichtbar und kommentierbar.
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ich denke, es ist eine Möglichkeit, schnell zu schreiben, aber durchaus ist es erlaubt, Dinge zu verändern nach erneuter Lektüre, sei es Fehler oder ganze Konstruktionen.
Als du vorhin den einen oder anderen Kommentar schriebst zur Wiederholung, schrieb ich gerade den Text über den Hirtenknabe. Möglicherweise wäre er anders geworden ohne deine Kommentare, aber wer weiss schon so genau, welche Gedanken wann woher kommen…
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Wir schreiben ja alle nicht im erfahrungsfreien Raum, sondern im Dialog mit all den Anregungen um uns.
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Texte entstehen zwischen den Texten, zwischen den Bildern …
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