Zwei Literaturkritiker

Verbunden in wunderbarer wertschätzender Abneigung, gerne wurden sie laut, wenn sie sich trafen und dies war nicht immer vermeidbar, hielt doch der eine und der andere sein Gesicht gerne in die Fernsehkamera, verriss gerne der eine Literaturkritiker den anderen. Welche glückliche Fügung, besaßen beide Kritiker Hunde. Kleine wohlerzogene Wesen, kultiviert. Als sich eines Tages der eine Hundebesitzer auf seiner täglichen Gassirunde befand und den anderen Hundebesitzer traf, da biss ein Hund dem anderen ein Ohr halb ab. Welche affektvolle Handlung. Etwas, was der eine Literaturkritiker dem anderen nie antuen würde. Sie sind ja gebildet und wohlerzogen. Nicht bekannt ist, ob der Hundebesitzer, dessen Hund nun ein Teil seines Ohres fehlt, auf Rache sinnt.

Ein Gedanke zu “Zwei Literaturkritiker

  1. Ganz sicher, das kann man doch nicht durchgehen lassen! Höchststrafe wäre, den anderen in der nächsten Talkshow nicht zu Wort kommen zu lassen. Es muss doch auch unblutig gehen unter zivilisierten Menschen –

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