Franz: Andrà tutto bene #9

Blau wieder der Himmel. Blau. Kalt. Eiskalt die Luft. Balkon gestrichen. Ginge nur mit dicker Winterjacke. Darauf hatte Franz keinen Bock. Maria sowieso nicht. Nach dem Frühstück gingen sie spazieren. Durch die leeren Straßen nach Haidhausen und zurück an der Isar lang. Sonntägliche Ruhe auf den Wegen. Nur beim Bäcker sah man draußen Leute beim Warten auf Einlass. Geschlossen die Gotteshäuser. Die Stichwahl nächsten Sonntag war nur per Briefwahl möglich. Noch hatte Franz keine Unterlagen. Maria auch nicht. Der eisige Wind lies die Wangen rot werden. Küssen war erlaubt. Sie lebten so eng zusammen. Ob es in neun Monaten mehr oder weniger Kinder geben würde? „Weniger Kuckuckskinder“ sagte Maria. Ja, dies würde wohl stimmen. Tinder hatte sicher einen großen Einbruch. Bordelle geschlossen. Was blieb da noch? Fast entspannt schlenderten Maria und Franz des Weges. Keine Eile. Niemand schaute missmutig. Spazierengehen war noch erlaubt. Zu nah wollte man niemanden kommen. Fast könnte man den Frühling geniessen. So blau der Himmel. Die Narzissen kämpften gegen die Kälte. Il pomeriggio è troppo azzurro. Sie wollten singen. Laut.

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