Franz: Andrà tutto bene #17

Kalt Ende März. Winterfrost. Die Rosen zieht die Blätter wieder ein. Ein Stocken der Natur. Kälter als im Januar die Nächte. Raureif auf den Wiesen. Franz mochte dieses Wetter. Im Januar. Und radeln ging auch so im März. Natürlich. Doch die Verschiebung des Winters in den März musste nicht sein. Lieber warme Luft. Auf dem Balkon war es viel zu kalt, um länger dort zu verweilen. Von gegenüber seltsames Husten an seinem Ohr. Geräusche, die ihn zusammenfahren liessen. Schnell dreht sich Franz immer zur Seite, wenn jemand hustete. München war voll und leer zugleich. Der neue OB war der alte OB und musste jetzt zusehen, woher er eine Mehrheit im Rathaus fand. Die Verdopplungszahlen entwickelten sich in Italien positiv. Auch in Deutschland. Bayern hinkte da noch etwas hinterher. Maria machte gerade viele Fotos von der leeren Stadt. Er schrieb lieber weiter an seinen Texten. Gedichte fielen ihm da gerade nicht leicht. Gedichte wollten nicht passen. Lieber erzählen. Einen Fluss der Wörter herstellen. Maria hatte einen Kuchen gemacht. Crostata al Limone. Was schmeckte mehr nach Sommer und Italien. Und Hefe braucht man dafür auch nicht. Sotto l’ombra di un bel fior. Daran dachte Maria öfters als ihr lieb.

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