Franz: Andrà tutto bene #20

In der Früh fast ausgestorben, der Marienplatz. Fast alle Geschäfte waren in der Fußgängerzone geschlossen. Lebensmittel verkaufte hier fast niemand. Medizin auch nicht. Schnell konnte man hier weiter kommen. Wenn man weiter kommen wollte. Franz radelte nur dahin. Durch seine Stadt. Kein Halt bei einem Café. Kein Halt bei einem Biergarten. Die Trostlosigkeit geschlossener Biergärten bei schönstem Frühlingssonnenschein hatte etwas gespenstisches.  In Englischen Garten konnte man hier und da Hummeln herumfliegen sehen. Auf dem Heimweg würde Franz noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Auch für die schon ältere Nachbarin. Hatte er ihr gesprochen. Sie grüßten sich gern vom Fenster aus im Innenhof. Auch wenn es da noch keine Konzerte gab. Wohl auch nicht geben würde. Allein mit seinem Bass hatte er auch keine Lust. Obst und Gemüse für den Frühling. Und er wollte unbedingt Fisch für Maria einkaufen. Fisch machte sie glücklich. Ihre Stimmung war meist im Keller. So lebensfroh Maria sonst war, so deprimiert war sie jetzt. Cantare d’amore non basta mai.

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