Melancholie

Und Nacht und Tag verfliegen im flinken Flug der Zeit.
Rasch verlassen die letzten Züge die verdorrte
Stadt. Der tiefe Schmerz der Sehnsucht sich verlängerte,
Tränen laufen reich, vergangen längst die Heiterkeit.

Fahl das Licht des Mondes, die Bäume kahl im rauen
Wind. Der Zugführer pfeift zur Abfahrt, schnell springen die
letzten Liebenden in den Waggon. Und irgendwie
springt das Herz entzwei. Wir können uns nicht anschauen.

Totengeister hüpften durch die Nacht, tranken, tanzten,
leer blieben die Betten, trotz Kälte, viele Stunden.
Alte Götter wir in den kalten Keller bannten.

Schwarze Galle spucktest du schwermütig an die Wand,
schnell hast den wirren Alptraum an das Rad gebunden.
Die Nacht ist aus, frischer Morgenwind weht über´s Land.

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