Posaunen

Laut tönten ins Ohr die schrägen Posaunen,
längst In grauer Asche liegt die Kirche.
Die Menschen haben vergessen die Wünsche,
verbraucht der rote Wein und alle Speisen.

In Schutt liegt schon das Rathaus der todmüden Stadt,
Feuersbrünste laufen durch leere Straßen,
Leichenberge türmen sich vor den Häusern.
Kühler Regen blieb aus, kein Mensch ward mehr satt.

Durch die Körper fuhr bitter die schwarze Pest.
Vergiftet die Seelen. Ziehn raue Winde.
Verloren längst alle irdene Freude.

Getanzt wird nur noch der vielen Toten Fest
Später werden die Frühlingsblumen blühen,
im Sommer die Frauen die Wiesen mähen.

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