Die Knospen des Aprikosenbaums
sind prall, kräftig erscheint der
Mond in der Nacht, Kälte bringt das
Dunkle. Krokusse in Gelb und Violett
Die Teeschale steht bereit
Die Knospen des Aprikosenbaums
sind prall, kräftig erscheint der
Mond in der Nacht, Kälte bringt das
Dunkle. Krokusse in Gelb und Violett
Die Teeschale steht bereit
Manche Meisterschaften scheinen sonderbar. Aber meist nur für die Außenstehenden. In Oulu ist eine Luftgitarrenweltmeisterschaft etwas ganz normales. Natürlich kann man in Oulu auch Fische fangen. Lachs war früher hier an der Tagesordnung. Die Menschen in Oulu verstehen das Leben. Juho lebt gerne hier. Er programmiert gerne. Verdient damit gutes Geld. Natürlich geht er zum Fischen. Oder spielt Fußball. Juhu liebt das Meer zu seinen Füßen. Liebt die hellen Tage im Sommer. Dann hat er keine Zeit für die Gitarre. Doch in den langen Wintern kann er üben. Seine Frau zuckt nur mit den Schultern. Kann man nichts machen. Die Weltmeisterschaft ist meist im August. Da hat Juho weniger Zeit zum Üben. Aber er würde er mal gewinnen. Gitarre kann er nicht wirklich spielen. Erwartet auch niemand. Hauptsache, er hat Spaß dabei. Spaß muss Juhu haben. Kann nicht nur programmieren. Seine Frau lässt ihn in Ruhe. Sie findet Luftgitarren ziemlich absurd. Doch Juho ist sonst ein anständiger Kerl. Im Sommer ist immer alles gut. Da können sie stundenlang segeln gehen. Die Ostsee bietet im Sommer genug Platz. Im Winter ist der Meerbusen oft zugefroren. Juho liebt die hellen Sommer.
Im Frühling knallen keine Schneebeeren, keine
Kastanien fallen herab, explodieren wollen die
Blütenknospen, geschwind schiebt der Wind
die Wolken aus der Sonne, der Sperling baut sein
Nest, die Tochter des Priamus schaut hin und wieder
nach dem Rechten, das Unheil kommt und geht
Troja liegt in Schutt und Asche, über seinen Ruinen
blüht zart der Mandelbaum
Müde fällt der Regen auf die Bäume,
Hunde verkriechen sich unterm Tisch
nur ihre Besitzer zerren fleissig an ihren
Leinen. Größere Katastrophen sollen
vermieden werden, Frieden in Syrien ist
immer noch nicht verkündet. Gelangweilt
gehen die Hunde über die Straße
Was Deutschland jetzt mit Puigdemont wollte, wusste Franz nicht so genau. Verbrecher sahen anders aus. Die Bayern suchen weiter einen Trainer oder fangen gerade erst an, nachdem sie gemerkt haben, dass nicht alle auf die Bayern warten. Andre träumen auch von neuen Trainern. Franz träumte von Italien und fing an, seinen Koffer zu packen. Franz hatte noch zwei Flüge für Maria und ihn nach Florenz ergattert, Karfreitag würden sie fliegen. Ein paar Geschenke hatten sie schon besorgt. Mit leeren Händen wollten sie nicht ankommen. Derweil war die Frühlingssonne hinter Wolken versteckt. Mit Handschuhen bestückt war Franz durch die Stadt geradelt. Immer noch traf am Nockherberg Betrunkene. Fastenzeit war noch nicht vorbei. Krokusse färbten die Wiesen lila. Narzissen fingen an, ihre Glocken klingen zu lassen. Tulpen gab es nur in Amsterdam. Den Bierbichler wollte er sich noch im Kino ansehen. er mochte seine Präsenz.
Der Walfisch hatte ihn schon lange ausgespuckt
auf der Flut vor Ninive den Zorn hervorgerufen
starrköpfig gewesen, die Plagen kamen später
wieder, als hätte er es geahnt, die Olivenzeige
umsonst geschwenkt, das Alter schützt vor Gefahren
nicht, die Sintflut kam allenthalben, Istar schaut schon
lange nicht mehr auf ihre Stadt, Dohlen und Eulen fliegen
über sie, wo sind die Tröster hin?
das fette brot der kalten tage runtergetrunken
wände nicht verrückt, dunkelrote wolken
rufen die nacht herbei, wecken den Mond auf
die spuren von pergamon verloren, attalos
davongeritten, überall werden dem dionysos
Tempel gebaut
das Blut fließt in den Adern der Stadt, Palmzweige
werden gebunden, Dornen scheinen tief
Sonnenanbeter finden ihre Stühle wieder
der Obstbäume Knospen werden praller, Lärm
durchdringt, auf den Chausseen Löcher des Winters
nur notdürftig beseitigt, Kornelkirsche erfreut
mit ihren gelben Himmelssternen, König
Lear geht über die Straße, gebückt von den
Jahren, sein Gesicht voller Schmerzen der Nacht
nicht auf den mund gefallen, wörterbücher
durchgeschüttelt und doch, auf der suche
nach den richtigen wörtern, geschwiegen.
die gedanken flogen durch den kopf, der
mund bliebt stumm. weiter ging die liebe.
das gestammel der wörter machte keinen
sinn. das schweigen dauerte. nur ein
kuss konnte die stille durchbrechen.
Der Schnee will nicht gehen. Schwer kämpft der Frühling um sein Recht. Der Söder hat sein neues Kabinett aufgestellt. Franz fiel nicht gerade vom Stuhl vor Begeisterung. Die nächsten Wahlen würden zeigen, welche Zukunft dieses Kabinett hatte. Merkel hatte ihre Regierungserklärung abgegeben. Durch den Morgenschnee war es ein leichtes Radeln gewesen. Eine Arbeitsrunde hatte Franz im Café vollbracht. Manchmal kam er an fremden Orten besser voran. Das Ruffini hatte für ihn immer eine angenehme Atmosphäre. Später dort den Mittagstisch eingenommen. So ließ sich leben. Doch das Geld musste Franz auch zusammenhalten. Auch der Zug nach Florenz musste noch bezahlt werden. Bis Ostern hatte der Schnee noch Zeit zum Gehen. Danach wollte Franz keinen mehr sehen.