das rad der zeit umgeworfen
verloren in der unwirklichkeit
der städte, entlanggelaufen den
heißen teerwüsten, den nachtfrost
des sommers erlegen, die
schachfiguren liegen unberührt
am fluss, shakespeares sonette
abgekürzt, verloren in der wüste
das rad der zeit umgeworfen
verloren in der unwirklichkeit
der städte, entlanggelaufen den
heißen teerwüsten, den nachtfrost
des sommers erlegen, die
schachfiguren liegen unberührt
am fluss, shakespeares sonette
abgekürzt, verloren in der wüste
goethe in italien zitronenbäume
gesucht, pound sich ziemlich verirrt
und verwirrt, mussolini die stiefel
geleckt, die falschen reden gehalten
im radio, mit den schwarzhemden
herumgelaufen, verloren im dreck
überall nur wüstes land, april
is the cruelest month, goethe in
arkadien, nicht verlaufen
zitronen blüh´n haufenweise
doch erkroch aus pound
ein neuer sound
hortensien fast verblüht, auf
dem berg die kirche neu geweiht
heilige berge allenthalben
kürzere distanz zu gott
maiandachten perdu, eh
schlecht besucht, ein vater
unser noch auf dem weg nach
unten, der bergsee schimmert
türkis, in der hand zerrinnt es
klar, der nächste gipfel zu
weit, flügel haben wir noch
keine, über uns kreisen die
sommervögel, leise legen wir
uns die worte ins ohr, mit
schweren beinen sitzen wir
auf dem baumstamm
In der Metro: Tonnenweise Schinken
vom Regal rieselt Zucker
Pound wartet nicht an der Kasse
die wörter auf der zunge
fallen herunter, der hollunder
ballt seine weißen blüten,
verzehrt längst sind die
küchle, auch der sirup
eingekellert, wir badeten
im schwarzen weiher
in der hellen nacht wenig
schlaf gefunden, dein kuss
im nacken beendete die
schlafende schlaflosigkeit
wir ließen barfuß im haus
umher, suchten noch
immer die wörter, unsere
lippen fanden keine bei
ihren berührungen
als jean ankam in arles,
mit dem zug am bahnhof,
er suchte seine zimmer auf, es
war früher morgen, nebel lag
über der stadt, er machte sich frisch,
zog neue kleider an, legte sich
zur erholung kurz auf das
bett, um dann in einem café
ein frühstück einzunehmen, ein
kleines, ortsübliches. entlang
lief die rhone, so schön roch
sie nach dem meer, das noch nicht
erreichte, erzählte geschichten voller
sehnsucht. ins zentrum er ging,
umrundete die arena, ein relikt
der römerzeit, amphitheater.
kaufte eine karte für den abend.
stierkampf in der arena. keine
gladiatoren. stiere. van gogh
war schon lange nicht mehr hier.
grosse ferias. aufregung in der
kleinen stadt. hitze und aufregung.
der abend kam schnell, er war
froh unter den menschen zu sein,
gefüllt die arena, ein fest. auf
weißen pferden die reiter ritten
herein, die stiere bunt geschmückt.
fern der einsamkeit freute er sich,
die fremden neben ihm freuten sich.
gladiatoren waren keine da, van
gogh schon lange nicht mehr hier
gewesen. morgen wollte er zum meer.
morgen.
das wissen abhanden
gekommen, lachend liegend
auf der wiese, die träume
vom himmel geholt, die
schmetterlinge aus dem kopf
gejagt, dein leerer bauch
heult mit meinem um die
wette, die sorgen in die
ecke gestellt kegeln wir
den berg hinunter
in der fremden welt kein
empfang, welche getöse an
worten, keine botschaft
verstanden, doch ruhe auch,
will niemand mit mir sprechen,
muss kein wort des anderen
beantworten, stille im lärm,
mitten im taifun der fremden
sätze, der pazifik wirft das
wasser ans land, die berge
aufgetürmt, die zeichen an der
wand nicht lesbar
im reich der signifikanten
geht barthes umher, nur noch
mimik, gestik, fern die eigene
syntax, Wörter verhallen
Immer wieder fragte sich Franz, welchen Trainer die SPD hatte. Schalke warf den Trainer raus, Dortmund sowieso, Leverkusen erst recht. Wenn es nicht lief, schien die Trainerentlassung ein probates Mittel. Aber wer trainierte die SPD? Wieso sollte eigentlich Schulz jetzt die Tore liefern? Seltsam fand Franz schon, dass es bei Gabriel jetzt so gut lief. Kaum auf einer neuen Postion, schon besser den je. Aber Franz war ja nicht der Trainer der SPD. Aber hätte man Schulz nicht auf die Position hieven können? Außenminister schien doch ideal. Aber Merkel war nicht May und die deutsche Politik irgendwie langweilig. Franz ging lieber raus, setzte sich aufs Rad und fuhr in die lange Nacht. Juninächte waren so wunderbar hell. Lange musste Franz auf den Sternenhimmel warten. Aber er genoss die Zeit.
der fluss trägt große mengen
des grollenden himmels, das
gewitter treibt die wandernden
voran, die sonne verborgen hinter
schwarzen wolken, die birken am
rand rascheln laut, die beine
schwer auf dem nassen weg, die
hütte noch weit, vereinelt
werden andere wanderer
angetroffen, zum verweilen
keine zeit, der giersch
zeigt sein weißes gewand