Den blonden Frauen von Abba war Franz nie erlegen. Hübsch hatte er sie früher schon gefunden. Aber es war nicht seine Musik. Kein Waterloo. Keine Fan von Disko-Glimmer gewesen. Napoleon hatte den Bayern ein paar französische Wörter dagelassen. Ottomane mochte Franz besonders. Seine Großmutter hatte eine schöne. Nach dem Mittagessen hat sie immer darauf geschlafen. Desto älter sie wurde, um so länger wurde der Mittagsschlaf. Von dort hat sie dann abends auch gern ferngeschaut. Als sie denn einen Fernseher hatte. Manchmal ist sie vor dem Fernseher eingeschlafen. War so gemütlich. Auch wenn ein Fest war, konnte es passieren, dass sich Großmutter auf die Ottomane zurückzog. Die anderen ließen sie dann in Ruhe. Großmutter war kein Fan von Napoleon. Franz auch nicht. Großmutter störte vor allem, dass er die Klöster aufgelöst hatte. Franz war das nicht so wichtig. Die meisten Klöster lösten sich eh selber auf. Aber auf die Ottomane hätte Großmutter nicht verzichten wollen. Franz auch nicht. Als er noch Kind war, hatte er oft mit Großmutter dort gelegen und sie hat ihm Geschichten erzählt. Manchmal las sie ihm auch etwas aus einer Zeitung vor. Aus Bücher selten. Großmutter hatte fast keine Bücher. Außer der Bibel natürlich. Und das Gebetbuch.
Allgemein
Abend bei St. Stephan

Eselsohr

Sommergewitter

Maria war schon ganz ungeduldig #2
Maria war schon ganz ungeduldig
Maria war schon ganz ungeduldig. Freute sich auf ihre Familie. Würde bald los gehen. In der Nacht von Freitag auf Samstag. Liegewagen. Firenze. Dauernd würden sie übers Essen reden. Übers Wetter. Mama würde zur Höchstform auflaufen. Maria musste um ihre Figur fürchten. Drum wollte sie mit Franz auch über die Hügel düsen. Bewegung tat bei dem vielen Essen gut. Ihre Großeltern freuten sich auch, wenn sie kamen. Am liebsten wollten alle nur dasitzen und reden. Und dann Essen. Und dann wieder reden. Über den Fußball. Über Politik. Über die Liebe. Am liebsten aber über das Essen. Mehr brauchte es nicht. Die Sonne würde scheinen. Ein oder zwei Tage zum Meer. Je nach Laune. Im Garten würden sie ein wenig arbeiten. Für die Weinernte wird der Urlaub nicht langen. Ein paar Tage noch.
Saures Rot

Zander. Riesling #2
Die Fahrt zum See musste sein. Schon in der Früh. Fast kühl noch die Luft. Im Zug zum Chiemsee. Franz und Maria mussten raus. Erst mal ins Wasser. Ganz schön lau schon in der Früh der See. Später mit dem Rad ein paar Runden gedreht. Schatten gab es nicht immer. Die Berge grüßten. Sie würden ein paar Tage bei Freunden bleiben. Stadtflucht in der Hitze. Später lagen sie wieder im Wasser. Sie froren nicht. Als wären sie am Mittelmeer. Zu warm eigentlich für eine Abkühlung. Franz mochte es lieber frischer. Am Abend würden sie Fisch grillen. Zander. Franz liebte den Zander aus dem Chiemsee. Tomaten würde es geben. Gurken. Was so wuchs im Garten. Und kühlen Wein. Riesling. Mehr nicht. Weniger nicht.
Freitagabend

Ventilatorenanbieter hatten eine gute Zeit #2
Ventilatorenanbieter hatten eine gute Zeit
Bleierne Schwüle lag über der müden Großstadt. Die Hitze führte zum Produktionsverlust. Ventilatorenanbieter hatten eine gute Zeit. Der Eismann kam auch mit der Produktion kaum nach. Musste nachts noch lange an seinen Eiskreationen arbeiten. Im Getränkemarkt wurden die Wasservorräte knapper. Aber Franz trank am liebsten kaltes Wasser aus der Leitung. Gegen Mittag hatte er nur ein Eis gegessen. Zwei Kugeln. Amarena und Pistazie. Keine neuen Sorten. Zum Abend im Biergarten verabredet. Hatte einen Salat gemacht zum Mitnehmen. Vielleicht nahm er noch einen Steckerlfisch. Ein paar Freunde würden kommen. Wie immer. Ein wenig philosophieren. Oder über Politik sprechen. Vielleicht auch über den Bachmann-Wettbewerb. Aber den fand Franz gar nicht so aufregend. Seine Stirn war noch heil. Das fand Maria auch in Ordnung.
Schweizer Orangenapfel
