Schwer der Gang über den Flur. Zwischen
Küche, Bad und Stube ihr ganzes Revier.
Vor die Tür kommt sie nur noch selten. In
den 1. Stock schon gar nicht. Sie kommt vom
Land und lebt vom Land. Immer Bäuerin
gewesen. Die Furchen des Ackers und die
Falten des Gesichts gleichen immer mehr.
Im Stall ist schon lang kein Vieh mehr. Alle
Kühe verkauft. Ihre Knie machen schnell
schlapp. Einer der Kinder schaut immer
nach ihr. Die Haare kann sie nicht mehr selber
machen. Wenn sie am Herd steht, macht sie
am liebsten Suppe. Die wärmt. Von außen.
Von innen. Den Winter hat sie noch nie gemocht.
Das ist schade, wenn eine Bäuerin nicht mehr auf’s Feld kann.
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da hast du recht…
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traurig aber schön
Segen
M.M.
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