Franz: Andrà tutto bene #33

Was für eine Freude. Was für ein Glück. Vollkommen überrascht. Eher beiläufig schlenderte Franz noch, die Kasse schon in Sichtweite, der Einkaufskorb hatte schon das Nötigste, durch den Gang neben den Backregalen. Hörte, bevor er sich auf die genaue Suche machte, die Frage nach Hefe. Nein. Trockenhefe gäbe es in diesem Geschäft nicht. Aber im Kühlregal sei frische. Frische Hefe? Franz glaubte seinen Ohren nicht. Doch ging, mit der fragenden Frau zu der besagten Abteilung, um nachzusehen. Wirklich. Keine Fata Morgana. Da lag sie. Unschuldig im Regal. In Form kleiner Würfel. Als wäre es etwas ganz normales. Wochenlang war dieser winzige Platz leer gewesen. Aus. Vergriffen. Nicht lieferbar. Frische Hefe. Franz nahm die vorgeschriebene Höchstmenge. Fünf. Fünf Würfel durfte man nehmen. Fünf langten für eine Weile. Franz hatte zwar noch Reserve. Trockenhefe. Doch er mochte die frische lieber. Roch viel besser. In Gedanken dachte er an seinen Ofen. An Rezepte. Für was er diese Hefe alles am besten einsetzten würde. Frische Hefe. Das hatte er nicht erwartet. Vor Glück vergaß er die anderen Sachen einzukaufen. Nicht so schlimm. Die anderen Sachen die gab es immer. Und überall. Voller Stolz legte er sie daheim in den Kühlschrank. Ganz vorsichtig. Als wären es rohe Eier.

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