Franz: Andrà tutto bene #43

Regen. Gewitter. Aprilwetter. Endlich mal. Nicht immer dieses langweilige, staubtrockene Blau. Regen machte die Luft klar. Wusch den gelben Pollen von den Autodächern und den Bürgersteigen. Peter Licht hatte eine neue Single auf dem Markt. E-Cooter. Lief auf Zündfunk. Es gibt eben gute Radiosendungen. Aber der Kontrast war groß. Vorher kam Pumuckl, dann Achim Bogdahn. Der alte 60ziger. Franz Liebe zu den Löwen war ein wenig kleiner geworden. Zu wild ihre Vergangenheit. Zu mau der Ergebnisse. Deswegen ging er aber trotzdem nicht zu den Roten. Nur ab und zu. Früher. Als es noch Spiele gab. Franz mochte aber nicht nur Fußball. Mochte auch Basketball oder Handball. Fußballerinnen vom FC Sand hatten beim Spargelstechen geholfen, Manuel Neuer hätte wohl gerne 20 Millionen pro Jahr. Gerechte Welt? Vielleicht sollten doch die anderen lieber mit ihren Spielen beginnen und nicht die 1. Bundesliga. Die Masken waren jetzt Pflicht in Deutschland. Das Lachen von der Straße verschwunden. Das Leben änderte sich. Die Menschen änderten sich. Wie würde man sich in einem Jahr begrüßen? Mit Handschlag? Mit Küsschen? Oder blieb die Distanz? Franz wusste es nicht.

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