Franz: Andrà tutto bene #60

Bonifatius brachte keine Wärme. Handcremdwetter. Handschuhwetter. Pollen fliegen da nicht groß rum. Heuschnupfengeplagte hatten jetzt eh gut Lachen. Mit der Maske blieb einiges von der Nase weg. Franz war ohne Handschuhe unterwegs gewesen. War ein Fehler. War aber zu überstehen. Die Bibliotheken waren offen und Franz liebte diese arbeitsame Stille. Musste recherchieren. Musste schreiben. Hatte der Zeitschrift einen Essay versprochen. Brauchte Fakten. Brauchte Quellen. Die Finanzen des Staates hatte plötzlich große Löcher. Milliardenlöcher. Doch dazu gab es keine Alternativen. Momentan hatte Deutschland eine gute Quote bei Neuinfektionen. Alles lief noch nach Plan. Noch funktionierte Phase 2. New York war anders dran gewesen als München. In München waren die Intensivstationen nicht überfüllt gewesen. Beatmungsgeräte hatten ausgereicht. Am Samstag war Bundesliga. Mal sehen, wie lange es gut gehen würde. Die Alte Pinakothek war wieder offen. Franz machte einen kleinen Abstecher hin. Aus Anlass des 500. Todestages von Raffael . Heilige Familie und Engel. Renaissance. Keine Kunst für Atheisten. Im Museum war Franz lieber als im Einkaufszentrum. Und warm war es auch. Grau war der Himmel. Regen konnte jeden Moment kommen. Eisheilige eben. Namen verdient. Wetter für eine warme Suppe.

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