Lissabon II

Schwarzer Atlantik schlug Wellen in die Stadt.
Unendliche Müdigkeit legte sich auf
die Glieder. Des Träumens müde ging dein Lauf
des Seins verloren in der alten Unterstadt.

Nächtlich der Tejo spült die Eingeweide
ans Land, der Hafen stank in der Früh nach Fisch.
Verloren scheint das Ganze, später zu Tisch.
Erträumen gelang, im Schrank hing das Kleide.

Die Schiffe verlassen den Hafen bei Wind.
Raue See des Herbstes treibt sie wild voran.
Niemand fährt heute noch geschwind nach Korinth.

Aus dem Lokal tönt laut der Fado-Sänger.
Die Gitarren ziehen dich in ihren Bann.
Vom Hafen wird die Luft am Abend strenger.

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