Genever

Unerträgliche Kälte zog rein in die Glieder.
Auf dem blitzblanken Seziertisch war noch ein Platz frei,
Haltung kann man hier nicht mehr verlieren nebenbei,
der frische Wacholder musste in den Genever.

Am Ende der Wirrungen und Irrungen ist Schluss.
Nebelschwaden ziehen über die schwarzgrüne Maas.
Das lange Leben bringt dir nicht immer irgendwas,
zu spät für mehr landet auf der Stirn der zarte Kuss.

Der Alkohol umspült rasch deine müde Zunge,
für immer geschlossen der müden Augen Lider.
Zu viel Gewese war ihr hier immer zuwider.

Um deinen blonden Kopf ziehen kreischende Vögel,
aus der hintersten Ecke lugt der alte Teufel.
Schwarzes Wasser tropft aus der durchlöcherten Lunge.

Eine Antwort auf „Genever“

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