Geworfen war der Apfel, geworfen, getroffen, zu spät herbeieilend die Mutter, die Schwester, zu stoppen den Grausamen. Der Apfel steckt, niemand versorgt, niemand, die Wunde. Zuschauen durfte er, Gregor Samsa, doch, geöffnet die Türe, seiner lieben Familie zuschauen.
Autor: orangeblau
Natürlich der Apfel
Gregors Familie war eine feine Gesellschaft, ein großer Halt. Als er für sie arbeitete, ein großer Halt. Doch geworden zum Käfer, unnütz, nicht verdienend mehr Geld, unnütze geworden, zum Ungeziefer, einfach peinlich, einfach, Ballast wurde er, nur noch Ballast. Der Vater nun, der Lage überdrüssig, der Lage, legte Strenge an den Tag, Strenge. Aus der erwuchs Härte, Härte und Grausamkeit. So nahm er, der Vater, eines Tages, der Lage überdrüssig, Äpfel und warf, warf auf seinen Sohn, den Gregor, warf nach hier und dort und traf den Käfer, den Gregor, den Sohn und traf den Rücken, traf, der Apfel verfehlte nicht sein Ziel, drang ein gar in den Rücken, gar und blieb, in der Wunde und blieb.
Auf seinem blauen Pferd ritt
Als Franz Marc ritt, auf seinem blauen Pferd ritt, gegen Frankreich ritt, da irrte er. Wär er doch geblieben, am Kochelsee geblieben, bei seinen gelben Kühen, oder den roten, bei seinen Rehen und Pferden und nicht geritten, gegen Frankreich geritten, einem Land, dessen Sprache er sprach, einem Land, welches er besucht hat zuvor, als Tourist besucht hat und bei Verdun ritt auf seinem blauen Pferd und starb vor hundert Jahr.
Willkommen? Willkommen?
Graute der Morgen, graute, Sonne bricht durch, Sonne. Tu felix austria? Vergangene Zeiten, vergangene. Dahin das Glück, die Größe, die Souveränität. Tu felix austria? Tempi passati. Die Hand reichen? Graute der Morgen. Ach Österreich. Lasst die Griechen im Regen stehen. Wo sollen sie denn hin, die Syrer? Wohin? Der Frieden kommt nicht durch neue Mauern und Zäune, kommt nicht. Graute der Morgen, graute.
Liegt Ruhe über dem Feld

Grau der Morgen liegt die Ruhe über dem Feld. Die Sonne nicht will, die Amerikaner aber wollen Donald Trump. Eine schöne Wahl hat da das Land. Aufbruch? Es war einmal. Obama? Fast schon Geschichte. Grau der Morgen, liegt Ruhe über dem Feld.
Samsas Essen
Hunger. Natürlich hatte Samsa Hunger. Die Schwester, die gute, brachte reichlich. Beste Ware. Für einen Käfer, der er jetzt war. Für einen Käfer. Weniger frisches Gemüse, alte Knochen von gestern, hartes Brot, noch vieles mehr, in einem Napf, das Fressen, in einem Napf. Nicht Mensch mehr, Tier, nur noch Tier. Einem Hund gleich, einmal täglich bekam er, der Gregor Samsa, sein Essen nun.
Zur Arbeit?
Zur Arbeit, an diesem Morgen? Zur Arbeit? Nicht nur der Wecker klingelt, nicht nur der Wecker. Zur Pflicht ermahnend, zur Pflicht, die Mutter, der Vater, besorgt gar die Schwester, zur Arbeit. Doch aufstehen? So? Wo anfangen soll Gregor? Wie die Beine bewegen her und hin?Doch als Käfer in die Arbeit. Wie hätte doch gestaunt der Herr Prokurist, ungeduldig wartend, ungeduldig, wenn er gesehen hätte, ihn, den Gregor Samsa so im Bette liegen, wie hätte er gestaunt.
Was für ein Morgen
Was für ein Morgen, als erwachte er, als erwachte er von schlechten, wilden, unangenehmen, nicht gerade ruhigen Träumen, erwachte, er, der Gregor, der Samsa und verwandelt war. Verwandelt war, unvorstellbar verwandelt war. Nein, nicht aufgefressen von einem Wolf, aber märchenhaft doch verwandelt war in einen Frosch. Ach nein, kein Frosch, kein Prinz, kein Wurf gegen die Wand. Verwandelt war er, der Gregor Samsa, in einen hässlichen, dicken, fetten, ekelhaften Käfer. Und alles ändert sich. Und nichts bleibt. Was für ein Morgen.
Die Birnen, Hölderlin
Wenn Birnen hängen, wenn Birnen, zart und weich und gelb, wenn Birnen hängen und duften, so süßlich, so fein, ob´s die Gute Luise ist oder die Frühe von Trevoux, ob´s die Köstliche von Charneu oder die Schöne Helene und Rosen gar, wilde, Rosen gar, wilde, duften und hängen, gar hängen im See, wo nehme ich im Winter, im Schnee, die Blumen her, Hölderlin und woher, Hölderlin, nehme ich die Birnen, die köstlichen? Die im Supermarkt schmecken doch nicht, nicht.
Den Wahnsinn träumte
Als Lenz träumte, den Wahnsinn träumte und träumte und lebte, mit Gott kämpfte und rang. Hörte, ein Kind, ein Kind sei gestorben, mit Asche, pechschwarz sein Gesicht, pechschwarz und ging zum Kinde hin, zum toten, nach Fouday, gewickelt in einem Sack Leinen, gewickelt, gar wunderlich aussehend, gar wunderlich und erschauderte, der Lenz, erschauderte, erblickend das tote Kind, der Körper kalt, die Augen halb geöffnet gar. Um des Kindes Willen er ring mit Gott, um des Kindes Willen, möge er doch ihm schicken ein Zeichen, ein Zeichen und ring mit Gott. Doch Wunder nicht geschah, nicht geschah, hinausstürzend er ins Gebirg. Als hätt gesiegt der Teufel, er schrie, der Lenz, er schrie, laut gar, widerlich, als wär die Hölle gar auferstanden, in ihm auferstanden die Hölle gar.