Dem Riesen entgegen

Nebel hoch, die Sonne schweigt, sein Sancha schlau, Windmühlen nicht haltend für Riesen, nicht, Verstand haben, Verstand. Was ist Wirklichkeit? Oder Simulation?  Als ritt Don Quijote, als ritt, mit der ganzen Rüstung ritt, der Helm, der verbeulte auf dem Kopf, auf Rosinante ritt, entgegen, den Windmühlen entgegen ritt, 30 oder 40 gar, Windmühlen sah, Riesen gleich schien sie ihm, zum Kampfe bereit, die Mühlen. Doch Pancha, der schlaue, klar im Verstand, nicht sehend die Riesen, nur Windmühlen da, nur Windmühlen. Fern der Fantasie, fern von fabulierender Abenteuerlust, geziehen der Angst und Furcht. Angriff Don Quijote den ersten Riesen, kämpfend gegen die Flügel, seine Lanze stoßend hinein in die Flügel, hinein und der Wind sein Amt vollendete und Antrieb die Flügel.

Ausschaffung ausgeschafft

Was für ein Wort. Die Schweizer. Ausschaffung. Gibt es im Hochdeutschen doch gar nicht. Ausschaffung. Wikipedia lehrt uns, dass dieses Wort schon 2010 zum Wort des Jahres in der Schweiz gekürt wurde.

Bedeutungen:
[1] schweizerisch: Vollstreckung der Ausreisepflicht einer Person aus einem Staat
Synonyme:
[1] in Deutschland: Abschiebung
Beispiele:
[1] „Verlassen sie die Schweiz nicht freiwillig, folgt ihre Ausschaffung mit Rückführungsflügen, die das BfM 2011 wieder aufnehmen will.“[1]

Natürlich kann man das Wort auch deklinieren. Lehrt uns Wikipedia.

Sieht auch der Duden so.

Die eidgenössische Volksinitiative „Für die Ausschaffung krimineller Ausländer (Ausschaffungsinitiative)“ wurde heute aber abgeschafft. Abgewählt. Rausgeschafft oder eben ausgeschafft. Geschafft eben. Mit klarer Mehrheit. Die Schweizer. Vielleicht sollten wir ja auch einmal abstimmen. Volksabstimmungen brauchen Mut. Wie sagte schon Brandt: Wir müssen mehr Demokratie wagen!

Lernt Schubert?

Gut, klar. 2:2. Kein schlechtes Spiel der Borussia. Aber die Abwehr. Lufthoheit? Was ist das? Stranzl wird vermisst. Oder doch wenigstens Brouwers. warum nicht eher? Augsburg zäh wie immer. Hatten zu viele Chancen. Mehr Defensive wäre gut. Und vorne? Ganz nett. Nett eben. Eben Unentschieden. Power? Bei Hasard. Dahoud? War wohl der Akku lehr. Herrmann wieder dabei. Ängstlich. Lernt Schubert? Ist wohl dabei. Geht aber langsam.

Ritt durchs Gebirge, ritt

Durch das Tal, zu Pferde, durch das Tal, Lenz mit Oberlin, mit Oberlin über die Berge, Steine, Felsen, Bäume rar, entgegen der Sonne, entgegen, Licht und doch Wolken, Wolken verdunkelnd den Himmel. Still wars, kein Vogel sang, es sang nur leis der Wind und doch treffend Menschen und doch Stille schien. Als Lenz ritt durchs Gebirge und Oberlin sein Begleiter. Das Leben schien so einfach, klar, dort im Gebirge schien. Schwand das Licht im Tal, die Freude ging, kam die Angst und setzte sich, hin zu ihm, zu Lenz, setzte sich und ging nicht fort.

Ein Syrer als Glücksfall

Klar, den Krieg in Syrien kennt jeder. Aber wer kennt schon Syrer? So in echt. Aus Fleisch und Blut. Dank Fußball ist das Kennenlernen von anderen Kulturen und anderen Völkern leichter. Freiwillig oder unfreiwillig. Fan der Nationalmannschaft? Sind viele. Aber waren die Fans auch schon einmal in Polen im Urlaub? Podolski und Klose brachten uns Polen näher. Oder Özil. Spielt für Deutschland, wurde auch Weltmeister, nein, nicht für die Türkei. Für uns. Für Deutschland. Khedira, Boateng usw., alles Fußballer, die ihre Wurzeln auch im Ausland haben. Und in Gladbach spielt dieser Mo, über den jetzt jeder spricht. Die Fans von Gladbach kennen den Dahoud natürlich schon lange. Und waren immer wieder besorgt um seine Gesundheit. Auch Favre und Eber waren besorgt. Die Trainingsbelastungen waren für Dahoud im Profibereich zunächst zu groß. Das Talent von ihm konnte man schon lange sehen. Feine Technik, guter Schuss, läuft wie ein Irrer. Und jetzt redet jeder über ihn, über den Syrer, der schon länger auch für Deutschland spielt, für die U19, U20. Fährt vielleicht nach Olympia oder schon nach Paris.

Er wird seinen Weg gehen, bei der Borussia, später bestimmt auch woanders und auch für die deutsche Nationalmannschaft.

Seine Eltern sind mit ihm kurz nach der Geburt aus Syrien geflohen. Mahmoud Dahoud, genannt Mo. Ein Flüchtlingskind, ein Glücksfall. Für Borussia und für uns Deutsche.

Der Kotzbrocken und der Schriftsteller

Klar, sie sind seelenverwandt, oder? Oder gibt es auch gute Menschen unter den Schriftstellern? Bei Handke, Bernhard und Co. ist man sich ja schnell einig. Freundliche, liebe Mitmenschen sehen anders aus. Und was ist mit Brecht? War der auch so einer? Und unser Nationaldichter, unser Heiligtum, unser Faustmeister und Dichter und Wahrheiter? Bestimmt auch ein Kotzbrocken, oder? Sind auch die zu Lebzeiten erfolglosen solche Kotzbrocken? Oder wird erst so richtig einer, wenn man großen Erfolg hat? War Kafka dann ein Menschenfreund? Oder Kleist? Thomas Mann war bestimmt einer, oder?

Gibt es eigentlich auch Kotzbrockinnen?

 

So wenig war nie

Zuerst ist es gewachsen, dieses Europa, es wurden immer mehr Länder, die zur Europäischen Gemeinschaften gehören wollten. Nach dem Mauerfall kamen noch mehr und noch mehr Länder dazu, zur EG, die jetzt längst EU hieß. Und dann kam die Eurokrise und die Stimmung wurde schlechter. Jetzt gibt es viele Flüchtlinge wegen dem Krieg in Syrien und die Stimmung wurde noch schlechter als schlecht. Griechenland wird alleine gelassen. Die Balkanstaaten und Österreich wenden sich ab. Die Zäune immer schöner und größer. Alle warten darauf, dass Deutschland endlich auch keine Flüchtlinge mehr aufnimmt. Sollen doch die Griechen zusehen, wie sie die Flüchtlinge aus dem Meer fischen und am besten gleich zurück nach Syrien bringen. Ist doch Europa egal, oder? Gemeinschaft? Union? Es fällt schwer, die Gemeinsamkeiten zu sehen.

Nach Haus? Nach Haus?

Nur das nicht das. Das nicht. Bleiben. Nach Haus? Soll er nach Haus? Was für ein verrückter Gedanke. Er, Lenz, muss ins Gebirg, in die Berg, in die Niemandsehenkannwelt. Nur er, Lenz und Oberlin. Er muss, ins Gebirg er muss, schreiten rauf und runter, ins Gebirge er muss schreiten. Nach Haus? Was für eine Idee, nach Haus. Ins Gebirge er läuft, geschwinde, als hätt´er Flügel, hätt´.

Der Brenner, der Zaun und Schluss mit „La dolce vita“

Klar, die Österreicher, auf die ist Verlass. Willkommenskultur und so. Die sind mit sich zufrieden. Trinken ihren Kaffee daheim. Wir Deutsche ab. Die Bayern. Müssen dauern nach Italien. Rüber über den Brenner. In zum Gardasee. Kurz nach Mailand. Für einen Sprung in die Toskana. Auf einen Kaffee. Oder ein paar Gnocci. Für ein paar Flaschen Olivenöl nach Ligurien. Oder den Weinkeller auffüllen.

Und jetzt. Machen die die grenze dicht. Ja gehts denn noch? Kostet uns Stunden. Eine Katastrophe! Mal kurz über die Alpen im neuen Cabrio? Hier Maut und dort. Stau ist doch eh genug. Und nach ein Zaun. Grenze dicht?

Ab sofort fahren wir nur noch durch die Schweiz nach Italien. Da weiss man wenigstens, was man hat. Grenzkontrollen.

Vom Orte, der nicht genannt sein will

Als ritt, vom Orte, vom Orte der nicht genannt, in der Mancha, der nicht genannt sein will, der Gaul war mager, der Junker, der verschlang, die Bücher mit den Rittern, Ritterromane verschlang, gab dafür gar das Land und verschlang, Ritterromane verschlang.