Posaunen

Laut tönten ins Ohr die schrägen Posaunen,
längst In grauer Asche liegt die Kirche.
Die Menschen haben vergessen die Wünsche,
verbraucht der rote Wein und alle Speisen.

In Schutt liegt schon das Rathaus der todmüden Stadt,
Feuersbrünste laufen durch leere Straßen,
Leichenberge türmen sich vor den Häusern.
Kühler Regen blieb aus, kein Mensch ward mehr satt.

Durch die Körper fuhr bitter die schwarze Pest.
Vergiftet die Seelen. Ziehn raue Winde.
Verloren längst alle irdene Freude.

Getanzt wird nur noch der vielen Toten Fest
Später werden die Frühlingsblumen blühen,
im Sommer die Frauen die Wiesen mähen.

Hades

Auch Hades wollte geliebt werden, sehnte
sich sehr nach Glück, sein Trauma unendlich groß.
Orpheus arg schwermütig ankam mit dem Floß.
Der reine Gesang vertrieb alle Ängste.

Die schwarzen Pferde auf der grünen Weide.
Persephone hin und weg von der hellen
reinen Stimme, als wär´ sie ihm verfallen.
Geparkt der Wagen, Kerberos schwieg lange.

Erweichen ließ sich Hades, verflogen rasch
seine dunklen Gedanken, flogen davon,
überdrüssig der Unterwelt lange schon.

Eurydike mit Orpheus schnell lief ganz frisch,
Schlangen vermeidend, zurück sein traurig Blick,
seine Frau verschwand, beweinte ihr Geschick.

Aiolia

Heim wollte Odysseus natürlich zügig,
doch lau die Winde über dem stillen Meer
traurig die Segel an dem Mast hingen schwer
doch waren von starken Lüften abhängig.

Nach Wochen erreichten sie Aiolia,
schroff, Stein auf Stein, kein grüner Baum fand hier Platz.
Der Gott der Winde war gastfreundlich, sein Schatz
betrieb am Meer eine Cafeteria.

Vier Wochen lang blieben die Recken zu Gast,
es fehlte nichts, das Essen mundete fein.
Die ganze Insel hatten im Augenschein.

Aiolia beschenkte Odysseus reich,
viele Winde gab er ihnen auf den Weg,
der Gott begleitete sie bis an den Steg.