Franz: Andrà tutto bene #11

Nein, Franz war nicht einkaufen gewesen. Vormittags hatte er geschrieben, mittags erst geradelt und dann etwas gekocht. Nebenbei den Teig für Semmeln angesetzt. Mehl und Hefe hatte er genug daheim. Am Abend würde es die Semmeln geben. Natürlich war es besser, den Teig über Nacht stehen zu lassen, doch Franz wollte es eben auch so ausprobieren. Kalter Wind auch heute. Fest gefroren die Erde. Die einen und anderen Blumen lagen geknickt am Boden. Kälteschock Ende März. Maria war jetzt fast gar nicht mehr in ihrer WG. Sie brauchte die Nähe. Ins Atelier ging sie schon noch. Die Akademie war geschlossen. Franz schrieb weiter an seinem Roman, doch vergass er oft den roten Faden zu finden. Er vermisste seine Band. Auch die Bar. Er liebte die Abwechslung. Nur am Schreibtisch zu sitzen fiel ihm schwer. Franz schaute sich jetzt gerne Statistiken kann. Zahlen konnte man so oder so lesen. Am Sonntag sollte Briefwahl sein. Stichwahl. Noch waren keine Unterlagen angekommen. Längerer Spaziergang am Nachmittag mit Maria durch die leere Stadt. Selbst an der Isar war es ruhig. Angenehm entspannt. Immer besser wurde die Luft. Autos sahen viel weniger. Berufsverkehr fiel aus. Blau der Himmel. Blau. Kalter Nordwind wehte um die Nase. Färbte die Wangen rot. E vengo, vengo da te. Azzurro. Am Abend kam „Irgendwie und Sowieso“. Das musste er sich anschauen. Darauf freute sich Franz. Talkshows sah er keine an. Jetzt auch nicht.

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