Franz: Andrà tutto bene #12

Frischluft war angesagt. Längere Tour mit dem Rad. Richtung Süden die Isar entlang. Proviant nahmen sie einiges mit. Einkehr nicht möglich. Zur Not gab es unterwegs ja Lebensmittel zu kaufen. Franz und Maria radelten gerne. Doch sonst eher am Wochenende. Blau der Himmel. Blau. Nordwind wehte kalt. Der Boden fest gefroren. Manche Blumen würden sich nicht erholen können von der Kälte. Die Stadt war gespenstisch, doch an der Isar fiel wenig anders auf. Man sah nur selten Menschen mit Masken. Franz und Maria hatten warmen Tee dabei. Die Köpfe wurden freier, als sie aus der Stadt waren. Franz lass gerade immer gerne Statistiken. Doch Talkshows sah er nicht an. Jetzt nicht. Früher nicht. Wenn er doch reinzippe, gruselte ihn immer. Und es schien, als säßen immer die gleichen Leute in verschiedenen Talkshows. Die gleichen Ärzte, die gleichen Politiker. Nur die Moderator*innen wechselten durch. Vielleicht fand ja alles in einem Studio statt, so konnten die Gäste in der Stadt bleiben und hatten keine weite Anreise. Ein neues Element war ja die Videokonferenz im Fernsehen. Neu und doch von gestern. Franz konnte dann nur schnell das Weite suchen. Die kalte Luft wurde auch gegen Mittag kaum wärmer. Doch bei der Rast saßen sie windstill in der Sonne. Die Vögel schauten entspannt zu und hofften auf Krumen. Ein Biergarten wäre recht gewesen. Doch so tranken sie auf der Bank ihr mitgebrachtes Bier. Sie waren ja vorbereitet. Für den Heimweg ließen sie sich Zeit. Zurück in die Wohnung wollten sie nicht gleich. Noch die Freiheit geniessen.

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