Später Gewitter. Ruhig zunächst der Morgen. Nur ein paar Tropfen begegneten Franz. Am späten Nachmittag und Abend würde er endlich wieder in der Bar arbeiten können. Er spielte gern den Barista. Liebte dieses Handwerk. Hatte der Kopf Ruhe. Oberflächliche Gespräche hinter der Maske. Sein Budget konnte es brauchen. Vormittags in der Bibliothek geschrieben. Gelesen. Die Bild fiel über Drosten her. Die Vereinigten Staaten hat die 100.000 erreicht. Amerika first. Für Franz eine erschreckende Zahl. Für Trump? Am Nachmittag Gewitter. Nur kurz. Wenig Blitz. Wenig Donner. Rosen blühten an den Hauswänden. Süßlicher Duft. Für Parfüm ungeeignet. Vollkommen. Doch Franz mochte Blumen. Mochte Rosen. Der Münchener HBF hatte jetzt mehr Leben. Doch Franz blieb ihm lieber noch fern. Maria würde vielleicht bald mit dem Zug nach Florenz fahren. Oder doch mit dem Auto. War noch nicht entschieden. Ihren Eltern ging es gut in Florenz. Sie hatten auch schon einen Kaffee im Freien getrunken. Die Innenstadt war noch leer. Touristen abwesend. Nach der Arbeit würde es Spargel geben. Wie, sollte Maria entscheiden. Franz hatte ihn nur eingekauft. Vielleicht mit Pasta. Oder Risotto. Oder Kartoffeln. Da würde er sich überraschen lassen. Die AfD im Landtag zerfleischte sich gerade selber. Inhalte? Macht. In Bayern würde es ab Pfingsten aufwärts gehen. Die Bergbahnen würden wieder fahren. Manchmal nahmen Franz und Maria eine, um schnell weiter zu kommen. Es war ja nicht verboten. Später blau der Himmel. E vengo, vengo da te.
Allgemein
Franz: Andrà tutto bene #73
Sommerlich wurde der Tag. Der Biergarten war das Ziel. Ende Mai blühten die Rosen. An den Obstbäumen konnte man den Früchten beim Wachsen zusehen. Gern schaute Franz der Natur zu. erfreute sich über das zarte Grün im Mai. Den Kopf hatte Franz in Hölderlin vertieft gehabt. Turm hin oder her. Trump wurde gerade nicht mehr glücklich mit Twitter. Hätte er dann doch kaufen sollen. Das hatte Berlusconi ja auch gemacht. Pfingsten stand vor der Tür. Franz und Maria würden sicher in die Berge fahren. Urlaub erst später. Noch waren die Grenzen nicht offen. Die Berghütten wollten wohl keine Übernachtungen zulassen. Immerhin temporär würde es in München mehr Radwege geben. Warum nur temporär? Franz würde innerhalb des Mittleren Rings Tempo 30 einrichten und nur noch einspurige Straßen für Autos. Jetzt schien ihm die Gelegenheit günstig für Veränderung. Eine menschengerechte Stadt käme besser mit weniger Autos zurecht. Für irgendetwas musste Corona ja gut sein. Die Autolobby sieht dies natürlich anders. Die Münchener Rathausopposition war gegen Pop-up-Bike-lanes. Maria hatte einen Salat für den Biergarten vorbereitet. Sie würden zu viert hingehen. Freunde von Maria. Maria liebte den Biergarten fast noch mehr als Franz. Vielleicht würde sie ein Hendl essen. Oder Steckerlfisch. Wenn es ihn gab. Der Abend würde schön werden. Warm die Luft.
Rosenblüte
Franz: Andrà tutto bene #72
Ein Tag wie jeder andre und kein Tag wie jeder andre. Differenzen gibt es immer. Und sei es das Wetter. Momentan fand Franz zumindest das Wetter spannend. Nicht immer dieser langweilige blaue Himmel. Unterschiedliche Wolken belebten den Himmel, gab ihm mehr Dynamik. Schien der Morgen ein Versprechen von Sonnenschein, überlegt sich Franz am Nachmittag, ob nicht doch Regen kommen würde. Seine Stimmung schwankte. Nicht immer nach oben. Musste doch in den Biergarten gehen. Einen ordentlichen Rausch sich ansaufen. Half zumindest für ein paar Stunden. Zumindest. In München gab es imm mehr Radfahrer. Gut und schlecht. Der Platzt auf den Radwegen wurde knapp. Manche Routen musste Franz streichen. Zu nah wollt er den Radfahrern nicht unbedingt kommen. Maria fuhr jetzt auch mehr mit dem Rad, obwohl sie vor Corona gerne mit der U-Bahn unterwegs gewesen war. Gab es eigentlich wieder Hefe? So langsam musste Franz wieder eine einkaufen. Der Vorrat war fast aufgebraucht. Wurde Toilettenpapier jetzt eigentlich billiger? Oder verscherbelten die Leute auf eBay ihre Vorräte? Am Abend würde es Wiener Schnitzel geben. Mit Kartoffelsalat. Dazu ein Tegernseer. Oder zur Not auch zwei.
Franz: Andrà tutto bene #71
Der Wind trieb die Wolken durch die Stadt. Brachte punktuell Regen. Kein Grund zu meckern. Das Rad wurde trotzdem auf die Straße gesetzt. Kühle Luft schreckte den Franz nicht besonders. Maria war da verfrorener. Sie liebte mehr die Wärme. Warum auch nicht. Der Kraniche will seine Flügel wieder erheben. Trump schwingt den Golfschläger. Franz hatte nichts gegen Golf zur rechten Zeit. Wobei er eher ein Minigolfer war. Golffahrer war er auch einmal gewesen. In Brasilien stiegen die Infektionszahlen weiter, Thüringen machte sich komplett locker. Ging in Bayern nicht. Aber das Eis lies sich Franz schmecken. Pistazieneis mochte er besonders. Er war kein Fall für salzige Eissorten. Morgen früh war er im „Maria“ verabredet. Freute sich drauf. Entspannte Atmosphäre. Ein wenig Genuss. Kaffee. Ein wenig frühstücken. Im Sommer wurden Autokinos geplant. Sicher. Kino. Schöne Sache. Schöner ohne Auto. Doch die Zeiten waren anders. Franz würde gern einmal wieder in ein Konzert gehen. Oder auch zu einer Lesung. Im Literaturhaus waren sie am Planen. Lesung mit Distance und Übertragung im Internet. Autoren wollten ja auch leben. Auch in der Stadt hatte Franz den blühenden Mohn gesehen. Welch zarte Pracht. Keine Blume zum Pflücken.
Glück am Wegesrand

Franz: Andrà tutto bene #70
Stürmisch der Samstag, windig der Sonntag. Doch ideal für einen Ausflug. Nicht zu warm. Zu voll schnell die Stadt. Am Kiosk an der Isar schnell eine lange Schlange. Darauf hatte Franz wenig Lust. Maria auch nicht. Sie waren mit dem Auto bis Utting gefahren. Sie wollten um den Ammersee fahren. Entspannt. Kein Stress. Kein rauf und runter. In der Früh gleich, wenn weniger los war. Mittags Einkehr. Angenehm klar war die Luft. Leichte Wellen warf der See. Renken wollten sie mit heim nehmen. Der große Kim hatte sich im Fernsehen gezeigt. Die New York Times gedenkt der Verstorbenen der Corona-Krise. Die AfD in Bayern hatte auch Blut geleckt. Der Präsident von Brasilien fällt aus. Franz und Maria waren noch länger in der Sonne gesessen. Hatten sich einen Kaffee gegönnt. Es gab ja wieder was zu kaufen. Erst bei Sonnenuntergang fuhren sie heim. Es eilte nicht. Am Abend abgelaufener Himmel.
Franz: Andrà tutto bene #69
Regentag. Tag der Demonstrationen. In Brasilien wurde es unangenehm. In München fuhren die Krankenhäuser wieder im normalen Betrieb. Trumps Idee vom Wundermittel hatte sich wohl erledigt. Vollkommen überraschend. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland fielen gottlob. Franz fühlte sich wohler. Keinen Rückschlag in dieser Phase. Er war froh, wieder freier atmen zu können. Freunde treffen war wieder möglich. Urlaubspläne konnten gesponnen werden. Der Winter weit weg. Der Sommer könnte schön werden. Die USA hatten bald die 100.000 Tote erreicht. Kein Vorbild für die Bekämpfung des Virus. Bayern eilte auf die nächste Meisterschaft zu. Attila, der Wunderkoch, war abgeführt worden. Der Wunderkoch kämpft für Franz einen sonderbaren Kampf. Gegen die Regierung, gegen die WHO und gegen Bill Gates sowieso. Franz war nie ein Fan von Microsoft gewesen. Aber Apple war schon lang nicht mehr die kleinere Alternative, auch wenn Franz immer noch gerne auf Apple schrieb. Die Demonstration in München war am schlechten Wetter gescheitert. Sturm über der Stadt. gewesen. Später war Franz noch an der Isar entlanggeradelt. Nur ein paar Tropfen Regen. Später die Kleidung gewechselt. Regentag. Mairegen. Unendlich Grün die Natur. Der Sturm hatte die Bäume ein wenig durchgeschüttelt und ausgemistet. Spargelrisotto später.
Franz: Andrà tutto bene #68
Fenstertag. Eine Brücke. Franz verbracht den Vormittag in der Bibliothek. Musste recherchieren. Musste schreiben. Geschäft ist Geschäft. Trüb und warm der Tag. Gewitterwetter. Die AfD hatte die langen Messer noch in der Hand. Sieger noch unklar. Vielleicht wäre es ja die Demokratie. Söder macht auf moderne Partei und traf sich virtuell. Franz schaute nicht zu. Würde das Virtuelle nach der Krise weiter im Vormarsch sein? Sicher war nichts für den Franz. Die CSU mit virtueller Blasmusik? Am Abend wollte Franz Spargel kochen. Kartoffeln. Spargel. Butter. Mehr brauchte es nicht. Außer Wasser und Salz. Keine Soße. Kein Fleisch. Besser konnte Spargel nicht schmecken. Kaffee beim Italiener getrunken. Schmeckte wie das Leben. Angenehme Bitterstoffe auf der Zunge. Am Samstag war wieder Bundesliga. Der BVB träumte wohl von Geld vom Staat. Fand Franz absurd. Sie müssten ja nur ein zwei Spieler verkaufen und die Gehälter auf ein normales Mass reduzieren.
Auch am Geburtstag muss man im Garten gießen
